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Schnullerkette Sicherheitslänge 22 cm – EN 12586 erklärt

Warum Schnullerketten maximal 22 cm lang sein dürfen: DIN EN 12586 einfach erklärt – Länge, Clip, Zugkraft. So erkennst du sichere Ketten.

Die Schnullerkette ist fertig gebastelt, die Perlen sitzen perfekt – und dann kommt die eine Frage, die sich fast jede Mama und jeder Papa vor dem ersten Tragen stellt: Wie lang darf eine Schnullerkette überhaupt sein? Die Antwort steckt in einer einzigen Zahl, der Schnullerkette 22 cm Sicherheitslänge nach DIN EN 12586. Sie klingt erstmal trocken, entscheidet aber darüber, ob eine Kette am Body deines Babys ein praktischer Helfer bleibt oder zur Gefahr wird. Wir erklären dir, was die Norm konkret vorschreibt, warum ausgerechnet 22 Zentimeter die Grenze sind und woran du eine sichere Kette erkennst – egal ob gekauft oder selbst gebastelt.

Was die 22 cm Sicherheitslänge nach DIN EN 12586 vorschreibt

Die europäische Norm EN 12586 gilt speziell für Schnullerketten und -halter und regelt drei Dinge: die Länge, die Bauweise und die Reißfestigkeit. Zwischen dem Clip, der an der Kleidung befestigt wird, und dem Ende, an dem der Schnuller hängt, darf die Kordel 22 Zentimeter nicht überschreiten. Zusätzlich muss die Kette einer festgelegten Zugbelastung standhalten, ohne dass sich Perlen lösen oder die Kordel reißt – genau deshalb gehört bei uns zu jedem Bastelset eine geprüfte Sicherheitsperle, in der die Knoten sicher verschwinden. Und drittens: Am Kleidungsende sitzt immer ein Clip, kein Karabiner und kein Ring, damit sich die Kette im Ernstfall löst, statt festzuhalten.

Warum genau 22 cm?

Die Zahl ist kein Zufall. Ein Baby kann die Arme nur so weit ausstrecken, wie es seine Größe erlaubt – und genau in diesem Radius soll der Schnuller erreichbar bleiben, ohne dass die Kordel lang genug ist, um sich um Hals oder Handgelenk zu wickeln. Je länger eine Kette, desto größer die Schlaufe, die entsteht, wenn sie sich zum Beispiel am Gitterbett, an einem Buggy-Haken oder an einem Spielzeug verfängt. Bei 22 Zentimetern bleibt der Schnuller griffbereit, aber die Kette kann keine gefährliche Schlinge bilden. Deshalb ist die Länge in der Norm nicht als Empfehlung, sondern als feste Obergrenze festgeschrieben.

Schnullerkette wird auf Zugfestigkeit und Sicherheitslänge geprüft

Woran erkennst du eine normkonforme Schnullerkette?

Ob gekauft oder selbst gemacht: Ein kurzer Check reicht, um sicherzugehen. Miss die Kette einfach von Clip zu Endknoten – fertig ist die halbe Prüfung.

Merkmal Normkonform Nicht empfehlenswert
Länge Clip bis Endknoten maximal 22 cm länger als 22 cm, „nach Gefühl“ geknotet
Verschluss am Kleidungsende Clip, der sich unter Zug löst Karabiner, Schlüsselring oder fest vernähter Faden
Knoten verschweißt und in Sicherheitsperle versenkt offen, ausfransend oder nur einfach verknotet
Kennzeichnung Herstellerangabe und Hinweis auf EN 12586 auf der Verpackung keine Angaben zu Norm oder Hersteller

Fehlt eines dieser Merkmale, ist die Kette nicht zwingend gefährlich – aber eben auch nicht normkonform für den unbeaufsichtigten Alltagsgebrauch.

Selber gemacht – worauf du beim Basteln achten musst

Schnullerketten selbst zu fädeln macht Spaß und du bestimmst Farben und Motive komplett selbst. Damit am Ende trotzdem eine sichere Kette herauskommt, halte dich an eine kurze Checkliste:

  • Miss die Gesamtlänge, bevor du den letzten Knoten setzt – 22 cm sind die Obergrenze, nicht der Zielwert.
  • Verwende eine Sicherheitsperle, um den Endknoten sauber zu verstecken und zu sichern.
  • Setz auf einen echten Schnullerclip aus Holz oder einen Silikonclip – niemals einen Karabiner oder Schlüsselring.
  • Verschweiße die Kordelenden mit dem Feuerzeug und prüfe die fertige Kette einmal kräftig auf Zug, bevor sie zum Einsatz kommt.

Die komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Materialliste findest du in unserem Beitrag Schnullerkette selber machen – die komplette Anleitung 2026. Für den schnellen Einstieg eignet sich unser Schnullerketten Starterset „Natur“ (39,99 €) mit allem, was du brauchst, oder das maritime Bastelset „Fehmarn“ (14,90 €). Die volle Auswahl an Perlen, Clips und Kordeln findest du in unserer Kategorie Schnullerketten.

Häufige Fehler bei selbstgemachten Schnullerketten

Die meisten Unsicherheiten entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus hübschen, aber unpassenden Vorlagen. Das sind die drei häufigsten Stolperfallen:

  • Zu lange Ketten aus Bastelvorlagen: Vorlagen aus dem Internet sind oft auf Optik statt auf Norm ausgelegt und überschreiten die 22 cm schnell um mehrere Zentimeter.
  • Fehlender Clip: Wird die Kette direkt an die Kleidung genäht oder mit einem Ring befestigt, kann sie sich im Ernstfall nicht lösen.
  • Falsche Knotentechnik: Ein einfacher Knoten ohne Verschweißen und ohne Sicherheitsperle löst sich mit der Zeit – die Perlen können abrutschen und zu Kleinteilen werden.

Mit den richtigen Materialien lassen sich alle drei Punkte von Anfang an vermeiden – das ist auch der Grund, warum wir in unseren Startersets bewusst Sicherheitsperlen und geprüfte Clips kombinieren.

Häufige Fragen

Wie lang darf eine Schnullerkette laut EU-Norm maximal sein?

Nach DIN EN 12586 darf die Kordel zwischen Clip und Endknoten maximal 22 Zentimeter lang sein. Das ist die verbindliche Obergrenze für Schnullerketten, die Babys unbeaufsichtigt tragen.

Was passiert, wenn eine selbstgemachte Kette länger als 22 cm ist?

Dann ist sie nicht normkonform und nicht für den unbeaufsichtigten Alltagsgebrauch geeignet. Als Deko-Stück, zum Aufhängen am Bett oder für Fotos kann sie trotzdem schön sein – am Baby sollte sie so aber nicht getragen werden.

Brauche ich zwingend einen Clip statt Karabiner?

Ja. Ein Clip löst sich, wenn Zug auf die Kette kommt – ein Karabiner oder Schlüsselring tut das nicht. Genau dieser Unterschied macht den Clip zum sicherheitsrelevanten Bauteil der Norm.

Gilt die 22-cm-Regel auch für Handyketten oder Kinderwagenketten?

Nein. DIN EN 12586 gilt ausschließlich für Schnullerketten, die direkt am Baby getragen werden. Kinderwagen- und Spielzeugketten unterliegen anderen Vorgaben (etwa EN 71-1), da sie am Wagen oder Gitterbett und nicht direkt am Körper des Babys befestigt werden. Handyketten sind für Erwachsene gedacht und fallen ebenfalls unter andere Regeln.

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